KATKIS WELT


Romy Schneider

#1 von katki , 21.09.2008 07:51

Romy wäre dieses Jahr 70 Jahre alt geworden.
Aus diesem Anlass hier etwas über diese einzigartige Frau.

Romy Schneider (* 23. September 1938 in Wien; † 29. Mai 1982 in Paris; eigentlich Rosemarie Magdalena Albach) war eine deutsch-österreichische Schauspielerin, die im deutschsprachigen Raum insbesondere durch die Sissi-Trilogie (ab 1955) berühmt wurde. Ab den 1960er Jahren lebte und arbeitete die Schauspielerin vor allem in Frankreich, wo sie sehr populär war.

Romy Schneider war die Tochter des österreichisch-deutschen Schauspielerehepaares Magda Schneider und Wolf Albach-Retty und kam in Wien zur Welt. Da Österreich zu diesem Zeitpunkt Teil des Deutschen Reichs war, erhielt sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Bereits drei Wochen später, im Oktober 1938, zog die Familie von Wien nach Schönau am Königssee, wo Romy Schneider bei den Großeltern Maria und Franz Xavier Schneider in der Landhausvilla „Mariengrund“ aufwuchs. Im September 1949 wurde die Ehe der Eltern geschieden und im selben Jahr wechselte Romy Schneider ins Internat Goldenstein bei Salzburg, das sie 1953 mit dem österreichischen Pflichtschulabschluss verliess. Dort schrieb sie in ihr Tagebuch: „Ich muss unbedingt Schauspielerin werden. Ich muss!“

Romy Schneider hatte einen Bruder namens Wolfdieter (* 1941). Der zweite Mann ihrer Mutter brachte drei weitere Kinder mit in die Ehe.

Magda Schneider heiratete nach der Scheidung Hans Herbert Blatzheim. Ihre Tochter nannte ihn zunächst „Daddy“, später den „zweiten Mann meiner Mutter“. Das Verhältnis zwischen Romy Schneider und Hans Herbert Blatzheim war nicht besonders gut.

Im Jahr 1953 hatte Romy Schneider ihr Filmdebüt in Wenn der weiße Flieder wieder blüht, in dem auch Götz George das erste Mal auf der Leinwand zu sehen ist. Es folgten im schnellen Tempo Feuerwerk, Mädchenjahre einer Königin und Die Deutschmeister. Im letztgenannten Film sang sie das Lied Wenn die Vögel musizieren. Zwei Jahre später entstand unter der Leitung von Herbert von Karajan die LP Peter und der Wolf, Romy Schneider übernahm die Rolle der Erzählerin.

Ihren internationalen Durchbruch schaffte Schneider 1955 mit dem ersten Teil der Sissi-Trilogie, wofür sie mit einem Bambi ausgezeichnet wurde. In allen drei Filmen spielte auch Magda Schneider mit.

1958 lernte Romy Schneider bei Dreharbeiten Alain Delon kennen. Sie zog zu ihm nach Paris, wo beide auch erfolgreich Theater gespielt haben, zum Beispiel in Schade, dass sie eine Dirne ist unter der Regie von Luchino Visconti. 1962 spielte Schneider in Paris in Sacha Pitoëffs Inszenierung von Anton Tschechows Die Möwe am Théâtre Moderne die Rolle der Nina. Erste Angebote aus Hollywood lehnte Schneider noch ab. Sie spielte weiterhin in europäischen Produktionen mit den Regisseuren Visconti oder Orson Welles.

1964 trennten sich Romy Schneider und Alain Delon. Romy Schneider unternahm einen Suizidversuch. 1966 heiratete sie den Schauspieler und Theaterregisseur Harry Meyen. Am 3. Dezember desselben Jahres wurde ihr Sohn David Christopher geboren.

1968 drehte Romy Schneider erneut mit Alain Delon. Der Film hieß Der Swimmingpool und wurde ein kommerzieller Erfolg. Seit Ende der 1960er Jahre drehte Schneider fast ausschließlich Filme in Frankreich. In den 1970ern war sie die erfolgreichste Schauspielerin des französischen Films und drehte an der Seite von Michel Piccoli oder Yves Montand. Für die Filme Nachtblende und Eine einfache Geschichte (1976) erhielt sie den César. 1977 wurde ihr das Filmband in Gold in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Gruppenbild mit Dame verliehen.

1971 gehörte Romy Schneider zu den 371 Frauen, die am 6. Juni in der Zeitschrift Stern bekannt gaben, abgetrieben zu haben.

1973 trennte sich Romy Schneider von Meyen, im Juli 1975 folgt die Scheidung. Am 18. Dezember 1975 heiratete Romy Schneider ihren elf Jahre jüngeren Sekretär Daniel Biasini. Am 21. Juli 1977 kam die gemeinsame Tochter Sarah Magdalena auf die Welt. Am 14. April 1979 nahm sich ihr Ex-Mann Harry Meyen das Leben.

1981 war für Romy Schneider ein Jahr persönlicher Krisen und Schicksalsschläge: Die Ehe mit Daniel Biasini wurde geschieden. Im Mai desselben Jahres musste sie sich einer schweren Nierenoperation unterziehen. Am 5. Juli verunglückte ihr vierzehnjähriger Sohn David Christopher tödlich, als er über einen Zaun mit scharfen Spitzen kletterte und abrutschte. Er starb noch am selben Tag in Saint-Germain-en-Laye im Centre Hopitalier an seinen schweren Verletzungen im Bauchbereich.

Kurz nach der Premiere ihres letzten Films (Die Spaziergängerin von Sans-Souci) wurde Romy Schneider im Mai 1982 von ihrem neuen Lebensgefährten Laurent Petin tot in ihrer Wohnung in Paris, in der Rue Barbet de Jouy aufgefunden. Der Tod Romy Schneiders erregte erhebliches Aufsehen in der Öffentlichkeit. Ein großer Teil der Presse schrieb sogleich von Selbstmord. Im Totenschein wird Herzversagen als Todesursache angegeben. Dies wurde wiederum so gedeutet, dass sie „an gebrochenem Herzen“ gestorben sei.

Romy Schneider wurde in Boissy-sans-Avoir, Département Yvelines, 50 km vor Paris beigesetzt. Auf Veranlassung von Alain Delon, der auch die Beerdigung organisiert hatte, wurde ihr Sohn David Christopher Haubenstock vom Friedhof in Saint-Germain-en-Laye umgebettet auf den kleinen Friedhof, wo seine Mutter ebenfalls beerdigt wurde. Auf Wunsch von Romy Schneider stand auf ihrem Grabstein nur ihr bürgerlicher Name: Rosemarie Albach und David Christopher Haubenstock.

1984 wurde als Erinnerung an sie der Romy-Schneider-Preis ins Leben gerufen. Seit 1990 wird in Wien der österreichische Fernsehpreis Romy verliehen. Die goldene Statuette zeigt Romy Schneider in einer Szene aus Swimmingpool.

Gegenwärtig ist eine Kinoverfilmung ihres Lebens unter dem Titel Eine Frau wie Romy in Planung, den die US-amerikanische Film- und Fernsehgesellschaft Warner Bros. produzieren wird. Unter der Regie von Josef Rusnak wird voraussichtlich die deutsche Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld die Rolle von Romy Schneider spielen. Die Dreharbeiten finden voraussichtlich im Frühjahr 2009 statt. Gleichzeitig wird ein Fernsehfilm über Romy Schneider mit Jessica Schwarz in der Hauptrolle vom SWR produziert.




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zuletzt bearbeitet 21.09.2008 | Top

RE: Romy Schneider

#2 von katki , 21.09.2008 07:52

Filme von ihr

* 1953: Wenn der weiße Flieder wieder blüht (als Evchen Forster)
* 1954: Feuerwerk (als Anna Oberholzer)
* 1954: Mädchenjahre einer Königin (als Viktoria)
* 1955: Die Deutschmeister (als Konstanze Hübner)
* 1955: Der letzte Mann (als Niddy Hövelmann)
* 1955: Sissi (als Elisabeth von Österreich)
* 1956: Sissi – Die junge Kaiserin (als Elisabeth von Österreich)
* 1956: Kitty und die große Welt (als Kitty Dupont)
* 1957: Robinson soll nicht sterben (als Maud Cantley)
* 1957: Monpti (als Anne-Claire)
* 1957: Scampolo (als Scampolo)
* 1957: Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin (als Elisabeth von Österreich)
* 1958: Mädchen in Uniform (als Manuela von Meinhardis)
* 1958: Christine (als Christine Weiring)
* 1958: Die Halbzarte (als Nicole Dassau)
* 1959: Ein Engel auf Erden (als Engel und Stewardess)
* 1959: Die schöne Lügnerin (als Fanny)
* 1959: Katja – Die ungekrönte Kaiserin (als Katja Dolgoruke)
* 1960: Nur die Sonne war Zeuge (Plein soleil / In pieno sole)
* 1961: Die Sendung der Lysistrata (TV)
* 1961: Boccaccio 70 (als Pupé)
* 1961: Der Kampf auf der Insel (Le combat dans l'île, als Anne)
* 1962: Der Prozeß (als Leni)
* 1962: Die Sieger (The Victors, als Regine)
* 1963: Der Kardinal (The Cardinal, als Anne-Marie Ledebur)
* 1964: Die Hölle (L'Enfer, blieb unvollendet)
* 1964: Leih mir deinen Mann (Good Neighbour Sam, als Janet Lagerlof)
* 1964: Was gibt’s Neues, Pussy? (What's New, Pussycat?, als Carole Werner)
* 1965: Halb elf in einer Sommernacht (10:30 P.M. Summer, als Claire)
* 1966: Schornstein Nr. 4 (als Julia Kreuz)
* 1966: Spion zwischen zwei Fronten (Triple Cross, als die Gräfin)[9]
* 1968: Ein Pechvogel namens Otley (Otley, als Imogen)
* 1969: Der Swimmingpool (La piscine, als Marianne)
* 1970: Inzest (My Lover, My Son, als Francesca Anderson)
* 1970: Die Dinge des Lebens (Les choses de la vie, als Helene)
* 1970: Die Geliebte des Anderen (Qui, als Marina)
* 1970: Bloomfield (als Nira)
* 1970: La Califfa (als La Califfa)
* 1971: Das Mädchen und der Kommissar (Max et les ferrailleurs, als Lily)
* 1971: Das Mädchen und der Mörder — Die Ermordung Trotzkis (L'Assassinat de Trotzki, als Gita Samuels)
* 1972: Ludwig II. (als Elisabeth von Österreich)
* 1972: Cesar und Rosalie (César et Rosalie, als Rosalie)
* 1973: Le Train – Nur ein Hauch von Glück (Le Train, als Anna Küpfer)
* 1973: Sommerliebelei (Un amour de pluie, als Elisabeth)
* 1973: Das wilde Schaf (Le mouton enragé, als Roberte Groult)
* 1974: Trio Infernal (als Philomena Schmidt)
* 1974: Nachtblende (L'important c'est d'aimer, als Nadine Chevalier)
* 1974: Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen (als Julie Wormser)
* 1975: Das alte Gewehr / Abschied in der Nacht (als Clara)
* 1976: Die Frau am Fenster (als Margot Santorini)
* 1976: Mado (als Hélène)
* 1977: Gruppenbild mit Dame (als Leni Gruyten)
* 1977: Eine einfache Geschichte (als Marie)
* 1979: Blutspur (Bloodline, als Helene Martin)
* 1979: Die Liebe einer Frau (als Lydia)
* 1979: Death Watch – Der gekaufte Tod (als Katherine Mortenhoe)
* 1980: Die Bankiersfrau (La banquière, als Emma Eckhert)
* 1981: Das Verhör (Garde à vue, als Chantal Martinaud)
* 1981: Die zwei Gesichter einer Frau (Fantasma d'amore, als Anna)
* 1981: Die Spaziergängerin von Sans-Souci (als Elsa Wiener/Lina Baumstein)





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RE: Romy Schneider

#3 von katki , 21.09.2008 07:53

Auszeichnungen

* 1957: Bambi für Sissi
* 1957: Bravo Otto in Bronze
* 1958: Bravo Otto in Gold
* 1959: Bravo Otto in Silber
* 1963: Étoile de Cristal (Beste ausländische Darstellerin) für Der Prozeß
* 1964: Golden-Globe Nominierung (Beste Darstellerin/Drama) für Der Kardinal
* 1971: Bravo Otto in Silber
* 1972: Bravo Otto in Bronze
* 1976: César (Beste Darstellerin) für Nachtblende und Das alte Gewehr / Abschied in der Nacht
* 1977: Filmband in Gold (Beste Darstellerin) für Gruppenbild mit Dame
* 1977: Bravo Otto in Bronze
* 1979: César (Beste Darstellerin) für Eine einfache Geschichte
* 1979: David di Donatello für ihr Lebenswerk
* 1982: Preis der Internationalen Filmfestspiele von Montreux (Beste Darstellerin) für Die Spaziergängerin von Sans-Souci
* 2006: Platz 3 in der ZDF-Reihe „Unsere Besten“ in der Sendung „Lieblingsschauspieler“





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RE: Romy Schneider

#4 von katki , 21.09.2008 07:54

Dokufilme

# Romy — Porträt eines Gesichts. Dokumentarfilm, Deutschland, 1965, 60 Min., ein Film von Hans-Jürgen Syberberg, Produktion: Rob-Houwer-Filmproduktion [10]
# Ich über mich: Romy Schneider. Dokumentarfilm, Österreich, 47 Min., Regie: Petrus van der Let, Buch: Martin Luksan, Produktion: ORF, Inhaltsangabe von Jewish Film Festival 06
# Rosemarie Magdalena Albach, genannt Romy Schneider. Dokumentarfilm, Deutschland, 1996, 120 Min., ein Film von Christiane Höllger und Claudia Holldack, Inhaltsangabe von «Romy Schneider Archiv»
# Romy Schneider, étrange étrangère. Dokumentarfilm, Frankreich, 2002, 55 Min., ein Film von Anne Andreu und Francesco Brunacci, Produktion: ARTE France, Cinétévé, Inhaltsangabe von arte, mit Videos
# Die Einzelkämpferin — Christiane Höllger über ihre Freundin Romy Schneider. Dokumentarfilm, Deutschland, 2007, 42 Min., ein Film von Robert Fischer
# Die letzten Tage einer Legende. Romy Schneider. Dokumentation, 2007, 52 Min., Buch und Regie: Bertrand Tessier, Produktion: France 5, Sunset Presse,





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